Strom in der Grundversorgung: Warum viele Haushalte jedes Jahr zu viel zahlen
Die Grundversorgung ist bequem, aber selten die preislich beste Option. Viele Haushalte bleiben dort nur deshalb, weil die letzte Rechnung unklar ist oder der Wechsel aufgeschoben wird. Mit der folgenden Kurzprüfung findest du in etwa 15 Minuten heraus, ob du gerade Geld liegen lässt.
1. Tarifstatus in 2 Schritten prüfen
- Letzte Stromrechnung aufschlagen und beim Lieferanten nachsehen: Steht dort dein lokaler Grundversorger, ist das ein klares Signal.
- Auf den Tarifnamen achten: Fehlt ein Produktname oder wirkt er sehr generisch, ist oft die Grundversorgung aktiv.
2. Die drei Zahlen, die wirklich zählen
- Arbeitspreis in Cent pro kWh
- Grundpreis pro Monat
- Jahresverbrauch in kWh
Nur wenn du diese drei Werte gemeinsam betrachtest, kannst du Angebote fair vergleichen. Ein niedriger Arbeitspreis bringt wenig, wenn der Grundpreis deutlich höher ist.
3. Realistisches Sparfenster statt Fantasiezahl
Bei 2.500 kWh Jahresverbrauch liegen in vielen Regionen zwischen Grundversorgung und einem guten Sondertarif etwa 180 bis 280 Euro pro Jahr. Bei 3.500 kWh ist das Sparfenster oft noch größer. Wichtig: Das ist ein Bereich, kein versprochener Festwert.
Praxistipp: Prüfe nicht nur den Erstjahrespreis, sondern den Preis nach Ablauf von Boni und Sonderrabatten.
4. Worauf du beim Wechsel achten solltest
- Preisgarantie: mindestens 12 Monate
- Vertragslaufzeit: möglichst kurz und klar
- Kündigungsfristen: nicht zu lang
- Vorauszahlungspakete: eher vermeiden
5. Mini-Checkliste für heute
- Rechnung raussuchen
- Arbeitspreis, Grundpreis, Verbrauch notieren
- Zwei bis drei Tarife gegenprüfen
- Nachfolgepreis ohne Bonus vergleichen