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Anonymes Surfen

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Wer im Internet surft hinterlässt unfreiwillig Spuren. Der sparsame Umgang mit Daten ist aber für den Schutz der eigenen Privatsphäre essentiell. Deshalb gibt es einige Tipps wie man beim Surfen im Internet nahezu anonym bleiben kann. Hierbei handelt es sich also im weitesten Sinne auch um einen Spartipp.

Zunächst empfehle ich allen, die bisher den Internet Explorer (IE) als Browser benutzt haben, auf den Mozilla Firefox (FF) umzusteigen. Weitere gleichwertige Alternativen sind Safari und Opera. Man sollte immer auf Aktualisierungen achten, damit man stets die neueste Browser-Version mit den geringsten Sicherheitslücken besitzt. Der gravierendste Nachteil am IE ist, dass dieser als einziger der genannten Browser Active-X verwendet, was ein hohes Gefahrenpotenzial birgt, da Angreifer über diese Programm-Schnittstelle Code auf dem PC ausführen und dadurch Dialer oder Spionage-Software installieren können. Es gibt zwar im Internet Explorer die Möglichkeit Active-X unter Extras/Internetoptionen/Sicherheit zu deaktivieren, dennoch fährt man mit anderen Browsern anonymer und sicherer.

Zu aller erst muss man an seinem Browser grundlegende Einstellungen vornehmen, z.B. den privaten Modus aktivieren. Dabei sollte man es aber nicht übertreiben. Es macht nämlich wenig Sinn, Cookies und Javascript komplett zu deaktivieren, da viele Websites dadurch nicht mehr nutzbar sind. Cookies sind harmlose Textdateien, die auf dem Computer während des Surfens zwischengespeichert werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Sie sammeln alle mögliche Daten und werden unter anderem für Marketing-Zwecke verwendet. Unter Optionen kann man einstellen, dass Cookies beim Schließen des Browsers automatisch gelöscht werden. Neben diesen "normalen" Cookies gibt es auch noch die eher unbekannten Super-Cookies, welche in unlöschbaren Systemverzeichnissen gespeichert sind, kein Verfallsdatum aufweisen und auch nach dem Schließen des Browsers erhalten bleiben. Dabei handelt es sich um sogenannte Flash-Cookies oder DOM Storage Cookies. Diese speziellen Cookies speichern weitaus größere Datenmengen und können ohne spezielle Browser-Erweiterung auch nicht deaktiviert bzw. gelöscht werden.

Abhilfe schafft das Firefox-Addon Better Privacy. Normalerweise erkennt dieses Addon den Speicherort der besagten Cookies automatisch. Unter Windows 7 findet man diese im Verzeichnis %AppData%\Roaming\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects. Wenn man sich die Cookies durchschaut, wird man sich wundern, wer aller Dateien auf dem persönlichen Computer abgelegt hat. Zunächst sollte man also erstmal alle vorhandenen Cookies löschen. Bei den Optionen kann man anschließend einstellen, dass neue Super-Cookies bei Beendigung des Browsers ebenfalls gelöscht werden. Eine weitere Möglichkeit Flash-Cookies global zu deaktivieren bietet der Online-Einstellungsmanager für den Adobe Flash Player. Der Schieberegler sollte komplett nach links gezogen werden, sodass der Festplattenspeicherplatz 0 beträgt. Außerdem sollten sämtliche Häkchen entfernt werden.

Nun muss man noch zwei kleine Änderungen vornehmen. Dazu gibt man in die Adresszeile des Firefox "about:config" (ohne Anführungszeichen) ein. Dadurch gelangt man zu einer großen Funktionsliste. Durch den Filter sucht man nach dem Eintrag "dom.storage.enabled" und setzt durch einen Doppelklick den Wert von true auf false. Dadurch werden DOM Storage Cookies gar nicht erst gespeichert. Ebenso verfährt man mit dem Eintrag "geo.enabled".

Wer auch Tracking-Programmen wie Google Analytics keine Chance geben will, sollte sich außerdem das Addon Ghostery installieren.

Fertig! Schon genießen wir wieder ein Stück mehr Datenschutz und Privatsphäre.

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