Vielfahrer sollten darüber nachdenken zukünftig Autogas bzw. Flüssiggas statt Benzin zu tanken. Der Preis für Autogas oder auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) beträgt ungefähr die Hälfte von normalem Benzin. Grund dafür ist, dass Flüssiggas ein Abfallprodukt bei der Erdöl- oder Erdgasförderung darstellt, was aber nicht heißt, dass es als Kraftstoff ungeeignet ist. Viel entscheidender ist jedoch, dass der Steueranteil deutlich geringer ausfällt als beim Benzin. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Verbrauch durch die geringere Dichte und den höheren Brennwert durschnittlich um 15% höher liegt. Dennoch ist mit Autogas eine hohe Kostenersparnis möglich.
Um ein Auto bzw. einen Motor mit Flüssiggas betreiben zu können, ist zunächst eine Umrüstung erforderlich. Diese kostet je nach Fahrzeugtyp zwischen 1.200 und 3.500 Euro. Beim Umbau bleibt der Benzintank erhalten, so dass das Auto entweder mit Benzin oder Autogas betrieben werden kann (Hybrid). Ein Umschalten zwischen Benzin- und Flüssiggasbetrieb kann automatisch oder manuell während der Fahrt erfolgen.
Damit sich eine Nachrüstung lohnt, müssen die Kosten für den Umbau durch die Ersparnis beim Tanken relativiert werden. Bei großen Autos mit höherem Verbrauch rechnet sich die Umrüstung also deutlich schneller als bei Kleinwägen. Bei Vielfahrern amortisieren sich die Kosten noch schneller. Je nach Fahrzeugtyp hat man die initialen Kosten des Umbaus bereits nach 35.000 Kilometern kompensiert. Bei kleineren Autos mit geringerem Verbrauch ist dies erst bei 60.000 Kilometern der Fall. Die Nachrüstung eines Flüssiggastanks wird dadurch weniger rentabel.
Inzwischen findet man in Deutschland ein ausreichend dichtes Tankstellennetz wo Flüssiggas getankt werden kann. Besonders in städtischen Regionen ist es heutzutage kein Problem mehr eine entsprechende Tankstelle zu finden.











